
Am vergangenen Freitag "bestellte" ich meine Mitfahrer zum Auftakt meiner DeutschlandTour direkt nach Kreuzberg vor den Laden, um keine Zeit zu verlieren. 20:15 Uhr, prime time. Dann auf nach Leipzig mit einer bunten Mischung aus einem Typen ("Ich mach alles so."), einem Maedel mit Heimweh (F.) hinten rechts und Chr. mit ihrem Hund Bruno. Was fuer ein Spass. Eigentlich wars ne Autoparty. Bruno (So isser brav!) tat so, als wuerde ihn das alles nicht interessieren und bewegte nur seinen Kopf, wenn er seinen Namen vernahm. Gluecklich mit Navi und ohne Stau in LE angekommen, hab ich mich dann erstmal bei meiner Freundin U. festgequatscht. Bis wir uns aufraffen konnten, auf die Party meines alten Freundes R. zu gehen, war es dann auch weit nach Mitternacht. Dummer Fehler :-). Ja! Man kann auch zu spaet auf eine Party kommen (sowas gibt´s in Berlin aber nicht, da geht die Nacht erst 4 Uhr morgens los)! Es kamen uns nur bekiffte und betrunkene Zeitgenossen entgegen und wir wurden als Frischfleisch unfreiwillig in ein Gespraech verwickelt mit einem "er-dachte-er-sei-witzig" Typen auf dem Balkon. Nach einer Runde "honeurs" haben wir das Weite gesucht. R. hats trotzdem gefreut, mich zu sehen. Obwohl ich fast wetten wuerde, er weiss nicht mehr, dass ich ueberhaupt da war. Nach einer kurzen Nacht (auf der bequemsten Couch der Welt) und lecker Fruehstueck sammelte ich dann noch 2 Leipziger am Hbf. ein - die glotzten erstmal dumm, da ich mit nur einem Brillenglas in der Sonnenbrille dastand und das nicht bemerkt hatte. Ich hab gesagt "Das muss so sein" (peinlich) und auf gings zur ersten Zwischenstation Strassenrand (mit Aufnahme einer weiteren Mitfahrerin) und zur naechsten: Jena. Zu fuenft (sieht unglaublich gequetscht und unangenehm aus, aber sie wollten es so!!) haben wir dann in EF die naechste "abgeworfen" und hatten jede Menge Spass auf dem Weg nach Meiningen. Ich hatte naemlich einen Rockband-Saenger (besser: Schreier) zum Beifahrer, der nur jedes dritte (wenn ueberhaupt) Wort verstand und mir das aber erst 50 km weiter steckte :-). Vielen Dank! Das war eigentlich die amuesanteste Fahrt ever und der beste Auftakt ins Familien-WE! Das hab´ ich dann in hoechsten Zuegen genossen mit den beiden Kids meines Onkels, die mit 3 und 4 Jahren noch nicht so wirklich verwandtschaftliche Beziehungen einordnen koennen und somit war ich immer "die dort", "die Frau" oder "ey Du" statt simply: Cousine. Allemal lustiger wars, denn als sich der Aelteste F. von mir mit einem Kuss zum Mittagsschlaf verabschiedete, fragte er spaeter im Bett seinen Vater: "Papa, die Frau, die ich gerade gekuesst habe, ist die schon weggefahren?". Kindermund. Immer wieder schoen. Ich habe Garten, Ruhe, Gruen, Kinder und Familie sehr genossen und schaute auf der Rueckfahrt auch noch schnell bei Piet/ Eltern und Bruder mit Familie rein, was sozusagen das Wochenende abrundete. Fazit: noch weniger Schlaf, aber glueckliche Nomadin.
